Die Kurse Angewandte Informatik und Technik des 9.&10. Jahrgangs müssen aus organisatorischen Gründen bis zu den Herbstferien zusammen unterrichtet werden. Aus dieser ursprünglichen „Not“ heraus, hatte Hr. Freitag eine fantastische Idee: 3D-Drucker müssen her!
Nun arbeiten die Kurse gemeinsam daran, 3D-Drucker zu montieren, in Betrieb zu nehmen, eigene Modell zu entwerfen und zu drucken.
Regelmäßig informieren wir hier über die Fortschritte:

Teil 1— auspacken und aufbauen

Bevor es an das Auspacken ging wurden zunächst Teams eingeteilt:
Jede Tischgruppe hat eine:n Softwareexperte:in, eine:n Bedienungsexpert:in und zwei Aufbauer:innen. Es gab eine Menge auszupacken. Viele Ersatzteile und Werkzeuge galt es zu sichten und zu ordnen.
Dann wurde zusammengebaut, getüftelt und sich ausgetauscht. Während die 3D-Drucker langsam Gestalt annahmen, informierten sich die Software- und Bedienungsteams online über die Handhabung und das Erstellen von 3D-Modellen.

Gemeinsam haben die Schüler:innen das erste Ziel erreicht:
Alle 3D-Drucker sind aufgebaut!

Teil 2 – 3D Druck kalibrieren und Testdruck
Nach dem Aufbau in der letzten Woche ging es diese Woche darum die Druckplattform richtig auszurichten (Levelling). Das verlangt genaue Planung und  Fingerspitzengefühl. Zusätzlich zum Handbuch und diversen Online-Videos hat uns deshalb Thies aus der Klasse 9a tatkräftig unterstützt. Dafür ein großes Danke an Thies. Durch diese Expertenunterstützung waren wir so schnell, dass wir einen ersten Testdruck machen konnten. Gerade rechtzeitig zum Impftermin. Denn während einige Kursmitglieder nebenan gepiekst wurden, liefen bei uns die 3D Drucker in rot, grün, blau und schwarz gemütlich weiter.
Ein Drucker sollte nicht das Testobjekt drucken, sondern schon die Miniausgabe eines WBS-Schlüsselanhängers.
Begeistert nahmen Rektorin Hase-Rodriguez und Frau Goldmann die ersten Exemplare entgegen.
Nächste Woche kümmern wir uns darum wie man ein 3D Objekt am Computer erstellt.
Teil 3 – Schlösser bauen, Brot schneiden und Unmögliches

Zu Beginn unseres Projektes haben die Schüler:innen die 3D Drucker aufgebaut und die Base gelevelt, damit auch ein tolles Druckergebnis herauskommt. Dann gab es die ersten Testdrucke. Dabei haben wir festgestellt, dass es nicht ratsam ist einen Druck zu unterbrechen und dann wiederaufzunehmen: Die Objekte wurden einfach von der Base geschoben.
Ein erster Höhepunkt war der Ausdruck unseres Nepuz-Maskottchens in einer Größe von 15cm. Unsere Preisträgerin Marcella wollte ihn gar nicht mehr aus der Hand geben.

Dieses Mal kümmern wir uns darum wie der 3D Druck am Computer entsteht, denn vor dem Druck steht der Entwurf. Auf dem Markt gibt es eine Fülle von verschiedenen 3D Modelling Programmen: kostenlose, kostenpflichtige, für Anfänger, für Profis,  übersichtliche und komplizierte, und, und, und … Wir nutzen ein kostenloses Programm, das auf jedem Betriebssystem einsetzbar ist. Zudem ist das Programm sehr einsteigerfreundlich, da es übersichtlich und einfach zu bedienen ist.
Als Übungsaufgabe sollten die Schüler:innen ein Schloss oder eine Burg für ihr Geschwisterkind zum Geburtstag entwerfen. Unten sind einige Entwürfe zu sehen. Das haben die Schüler:innen geschafft, indem sie einfache Körper eingefügt, gedreht, dupliziert, verschoben und als Bohrungen definiert haben.

Ist das 3D Modell fertig gestellt, dann muss es durch ein weiteres Programm in eine 3D-Drucker verständliche „Sprache“ übersetzt werden.
Dazu benutzt man einen so genannten „Slicer“. Dieses Programm zerlegt das 3D Modell digital in waagerechte dünne Scheiben und übersetzt dies für den 3D Drucker. So kann Schicht um Schicht vom 3D Drucker erstellt werden. Quasi wird ein Brot in Scheiben geschnitten und wieder Schicht für Schicht zusammengeklebt.

Zuletzt haben die Schüler und Schülerinnen eigene Modelle entworfen. Einige davon drucken wir nun aus.

Alle Schüler und Schülerinnen recken neugierig die Hälse, wenn es aus dem Technikraum surrt und piepst.
Und auch das Interesse bei den Lehrern ist groß. Deshalb haben sich Frau Goldmann (Kunst), Frau Lohmeyer (Kunst), Herr Schlenk (Technik) und Herr Freitag getroffen und einen Nachmittag die 3D Drucker erforscht und erste Ausdruckversuche gemacht.
Der Austausch über Mögliches/ Unmögliches und Fantastisches, hat alle beflügelt: Kunstprojekte, Technikprojekte, Wettbewerbe, Modelle für den Unterricht, Pokale, Medallien und und und …
Auch, der aus der Elternzeit zurückgekehrt, Herr Dyck (Angewandte Informatik) und unser Hausmeister Herr Sehlke haben Interesse gezeigt.
Der nächste Fortbildungsnachmittag steht also schon in den Startlöchern.

An dieser Stelle beenden wir unseren Bericht aus dem WPU zunächst. Wir sind sehr gespannt, wo die Drucker wieder eingesetzt werden….Danke, Hr. Freitag, dass Sie uns auf dem Laufenden gehalten haben.